Donnerstag, November 10, 2011
Das Ende der Welt
Gestern hörte ich im ARD Frühstücksfernsehen, dass Brasilien seine Hilfe bei der EU-Finanzkrise angeboten hätte. Brasilien! Letzte Woche stand im Supermarkt vor mir eine Frau, die eine Großpackung probiotischen Joghurt eines namhaften und damit nicht günstigen Herstellers im Einkaufswagen hatte, gleichzeitig aber auch die billigsten, sich im Angebot befindlichen Hähnchenschenkel. Ich befürchte, dass die Packung Joghurt sogar teurer war. Bei SpiegelOnline wurde in den vergangenen Tagen heiß um die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass...?" diskutiert, als gäbe es kein wichtigeres Thema und Jacques Martin lässt Tomas Plekanec im Powerplay immer noch an der blauen Linie spielen. Das Ende der Welt naht, eine andere Erklärung für all diese Dinge habe ich einfach nicht.
Wir sollten doch einfach auch mal ehrlich sein: Das Experiment "Intelligentes Leben auf der Erde" von Mutter Natur ist gescheitert. Der Versuch war ja nett gemeint, hat halt nicht geklappt. Dumm gelaufen. Auf der Welt gibt es auch im Jahr 2011 immer noch Kriege und andere blutige Auseinandersetzungen, aufgrund von Hunger stirbt alle drei Sekunden ein Mensch, die meisten davon sind Kinder. Wir beuten unsere Böden nach Rohstoffen aus und verpesten unsere Luft, wir versklaven uns gegenseitig, um an möglichst viele Papierscheine mit großen Zahlen darauf zu kommen. Unser gesamtes Finanzsystem steht vor dem kompletten Zusammenbruch und Lothar Matthäus möchte immer noch als Trainer in die Bundesliga. Das hat doch alles keinen Sinn mehr. Es wird Zeit, dass uns ein Meteorit erlöst oder ein paar Atombomben. Ich schließe mit den folgenden Worten von Daron Malakian: "We all deserve to die".

